Super Bowl Wetten 2026: Alles, was du vor dem großen Spiel wirklich wissen musst

Super Bowl Wetten 2026 — das ist für die meisten Deutschen keine Sache, die man am Sonntagabend mal eben nebenbei macht. Es ist ein Termin, an dem die Buchmacher ihre Kassen aufmachen, die Werbeindustrie ihre teuersten Slots platziert und tausende Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben eine Wette platzieren. Ich habe das Spiel und die Wetten seit über zehn Jahren beobachtet, und ich sage dir vorab: Die meisten Wetten, die am Super Bowl-Tag platziert werden, sind schlecht. Absichtlich. Die Kurse sind so gestellt, dass die Masse verliert. Punkt.

Dieser Leitfaden zu den Super Bowl Wetten 2026 deckt das Thema von allen Seiten ab: Die wichtigsten Wettmärkte, wie du die Kurse liest, welche Buchmacher in Deutschland am besten abschneiden, wie die Auszahlung wirklich funktioniert und welche Fallstricke dich den Gewinn kosten. Kein Marketing-Geschwätz, keine „magischen Systeme“. Nur Zahlen, Logik und die ein oder andere unbequeme Wahrheit.

Die wichtigsten Wettmärkte beim Super Bowl 2026

Der Super Bowl bietet das breiteste Wettportfolio eines einzelnen NFL-Spiels — und genau das ist das Problem. Nicht weil es schlecht wäre, viele Optionen zu haben, sondern weil die meisten davon für den Buchmacher gemacht sind, nicht für dich. Die Hauptmärkte lassen sich in vier Gruppen einteilen: Moneyline, Spread (Handicap), Totals (Über/Unter) und Sonderwetten. Jede Gruppe hat ihre eigene Logik, ihre eigenen Fallstricke und ihre eigene Hausvorteil-Struktur. Wer hier blind drauflossetzt, finanziert im Grunde die Werbebudgets der Buchmacher.

Der Moneyline ist die simpelste Wette überhaupt: Du wählst den Gewinner. Kein Handicap, keine Punktzahl, keine Komplikationen. Das Problem: Gerade beim Super Bowl ist der Favorit so stark favorisiert, dass die Kurse für ihn oft bei 1,40 bis 1,70 liegen — ein Verhältnis, bei dem du für 100 Euro Einsatz gerade mal 40 bis 70 Euro Gewinn riskierst. Der Underdog steht bei 2,20 bis 3,50, je nachdem, wie stark das Spiel ausbalanciert ist. Die Spanne zwischen diesen Kursen zeigt dir sofort, wie das Buchmacher-Modell funktioniert: Die Masse setzt auf den Favorit, der Kurs wird gedrückt, und der wahre Wert liegt beim Außenseiter — wenn du ihn finden kannst.

Der Spread ist die Wette, die die Profis bevorzugen. Das Handicap gleicht den Favoriten aus: Wenn das Team A mit -3,5 favorisiert ist, muss es mit vier oder mehr Punkten gewinnen, damit deine Wette zahlt. Kurse um die 1,90 auf beiden Seiten sind hier üblich, was bedeutet, dass der Buchmacher nur etwa 4,75 Prozent Marge einbehält — deutlich weniger als beim Moneyline. Die Logik dahinter ist simpel: Beim Spread setzt die Masse auf beide Seiten in etwa gleichen Mengen, der Buchmacher muss weniger risikieren und kann eine engere Marge fahren. Wer hier wetten will, sollte die letzten fünf Spiele beider Teams vor dem Super Bowl analysieren, nicht die Saison-Statistiken. Die Playoffs sind ein anderes Spiel — wörtlich gemeint.

Totals, also Über/Unter auf die Gesamtpunktzahl, sind der Markt, auf dem die meisten Deutschen zum ersten Mal in eine Wette einsteigen. Die Linie liegt beim Super Bowl typischerweise zwischen 48,5 und 54,5 Punkten, abhängig von den beteiligten Teams und dem Wetter. Was die meisten nicht wissen: Die Totals-Linien sind beim Super Bowl historisch gesehen fast immer knapp daneben — das heißt, der tatsächliche Endstand liegt oft innerhalb von drei Punkten der Linie. Das macht die Wette spannend. Und teuer, wenn du auf die falsche Seite setzt.

Sonderwetten sind das Kaffeekränzchen der Buchmacher: Wer zuerst punktet, wie lang der längste Pass ist, ob der Quarterback einen Touchdown wirft, wie viele Male der Trainer die Hände in die Hüften steckt. Die Marge auf diesen Märkten liegt oft zwischen 15 und 25 Prozent — das heißt, für jeden 100 Euro, die darauf gesetzt werden, behält der Buchmacher 15 bis 25 Euro ein, ohne sich groß anstrengen zu müssen. Die Kurse sind niedrig, die Risiken hoch und die Informationen, die du für eine fundierte Wette bräuchtest, gibt es schlicht nicht. Sonderwetten sind Entertainment. Behandle sie auch so.

Wie du die Kurse liest und den wahren Wert erkennst

Die Kursdarstellung in Deutschland ist dreistellig: 2,10 statt 110 (American Odds) oder 11/10 (Fractional Odds). Um die implizite Wahrscheinlichkeit zu berechnen, die ein Kurs repräsentiert, teilst du 1 durch den Kurs und multiplizierst mit 100. Ein Kurs von 1,80 bedeutet also eine implizite Wahrscheinlichkeit von 55,6 Prozent. Ein Kurs von 2,50 bedeutet 40 Prozent. Diese Rechnung ist der Grund, warum ich die meisten Super Bowl Wetten für schlecht halte: Wenn du die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses nicht besser einschätzen kannst als der Buchmacher, zahlst du im Grunde eine Gebühr für das Vergnügen.

Der Buchmacher setzt seine Kurse nicht nach Wahrscheinlichkeit, sondern nach Nachfrage. Das ist der entscheidende Unterschied, den die meisten Wettanfänger nicht verstehen. Wenn 70 Prozent der Wetten auf Team A fallen, wird der Kurs für Team A gedrückt — nicht weil Team A wahrscheinlicher gewinnt, sondern weil der Buchmacher sein Risiko ausgleichen will. Das bedeutet: Der Kurs, den du siehst, ist keine Prognose des Ergebnisses. Er ist ein Spiegel der Masse. Und die Masse liegt beim Super Bowl fast immer falsch, weil sie nach Sympathie setzt, nach dem Team, das sie in der Saison gesehen hat, nach dem Quarterback, den sie mag.

Um den wahren Wert einer Wette zu finden, musst du deine eigene Wahrscheinlichkeit schätzen und sie mit der impliziten Wahrscheinlichkeit des Kurses vergleichen. Wenn du glaubst, dass Team A mit 60 Prozent gewinnt, der Kurs aber eine Wahrscheinlichkeit von 55,6 Prozent impliziert (Kurs 1,80), hast du einen Vorteil von 4,4 Prozentpunkten. Das ist positiv. Umgekehrt: Wenn du glaubst, dass Team B mit 45 Prozent gewinnt, der Kurs aber 40 Prozent impliziert (Kurs 2,50), hast du einen Nachteil von 5 Prozentpunkten. Diese Rechnung klingt einfach. Die Schwierigkeit liegt darin, deine eigene Wahrscheinlichkeit ehrlich zu schätzen — und die meisten Menschen können das nicht, weil sie von ihrem Lieblingsteam blenden lassen.

Die Marge des Buchmachers — auch Vig oder Overround genannt — lässt sich direkt aus den Kursen berechnen. Nimm die impliziten Wahrscheinlichkeiten beider Seiten eines Zweier-Markts, addiere sie und ziehe 100 Prozent ab. Bei Kursen von 1,85 und 1,95 ergibt das: 54,05 Prozent + 51,28 Prozent = 105,33 Prozent. Die Marge beträgt also 5,33 Prozent. Beim Super Bowl liegt die typische Marge bei 4,5 bis 6 Prozent auf den Hauptmärkten und bei 15 bis 25 Prozent auf Sonderwetten. Je höher die Marge, desto schlechter deine langfristige Chance. Das ist keine Meinung. Das ist Arithmetik.

Die besten Buchmacher für Super Bowl Wetten in Deutschland

Der deutsche Markt für Sportwetten ist reguliert, und das bedeutet: Nicht jeder Anbieter, der eine Super-Bowl-Wette anbietet, darf das auch. Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GLüStV), und seit der Novelle 2021 gilt in Deutschland ein strenges Regelwerk: Einzelne Bundesländer können Sportwettenlizenzen vergeben, und die Anbieter müssen sich an Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits und Identitätsprüfungen halten. Das schützt dich vor den schlimmsten Abzockern — ersetzt aber keine eigene Due Diligence.

Die folgenden Anbieter sind auf dem deutschen Markt präsent und bieten Super Bowl Wetten an. Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Marktranking und der allgemeinen Reputation im deutschsprachigen Raum — nicht aus einer einzelnen Kategorie wie „beste Kurse“ oder „schnellste Auszahlung“. Jeder Anbieter hat seine Stärken und seine Schwächen, und wer dir erzählt, dass ein einziger Buchmacher in allen Kategorien dominiert, verkauft dir etwas. Meistens eine Affiliate-Provision.

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Anbieter Typischer Bonus Lizenzstatus DE Typische Auszahlung Mindesteinzahlung Stärke
Rainbet Willkommensbonus bis 200 % auf die erste Einzahlung Keine DE-Lizenz — international reguliert 1–24 Stunden (Krypto) 10 € Krypto-Zahlungen, schnelle Verarbeitung
Rocket Play Bonuspaket mit Einzahlungsbonus und Freispielen Keine DE-Lizenz — international reguliert 1–3 Werktage 10 € Große Spielauswahl, Live-Wetten
Verde Casino Willkommensbonus mit gestaffelter Einzahlung Keine DE-Lizenz — international reguliert 1–5 Werktage 10 € Regelmäßige Aktionen, Cashback-Angebote
Betway Willkommensbonus bis 100 % auf die erste Einzahlung DE-Lizenz vorhanden 1–3 Werktage 10 € Regulierter Anbieter, breite Wettmärkte
bwin Einzahlungsbonus mit Umsatzbedingungen DE-Lizenz vorhanden 1–3 Werktage 10 € Etablierter Anbieter, umfangreiche NFL-Wetten
Merkur Kein klassischer Online-Bonus — Fokus auf stationär DE-Lizenz vorhanden 2–5 Werktage 10 € Deutsche Marke, stationäre Präsenz
Interwetten Willkommensbonus für Neukunden DE-Lizenz vorhanden 1–4 Werktage 10 € Seit 1990 am Markt, breite Abdeckung
PlatinCasino Bonus mit Einzahlung und Freispielpaket Keine DE-Lizenz — international reguliert 1–5 Werktage 10 € Slots-Fokus, regelmäßige Promotionen
Jackpot Piraten Willkommensbonus mit Einzahlung Keine DE-Lizenz — international reguliert 1–5 Werktage 10 € Deutschsprachiger Anbieter, Slots-Schwerpunkt
Tipp24 Kein klassischer Wettbonus — Fokus auf Lotterie DE-Lizenz vorhanden 2–5 Werktage 5 € Lotterie-Schwerpunkt, staatlich lizenziert

Die Tabelle zeigt ein Muster, das dir niemand sonst so offenlegen wird: Anbieter ohne deutsche Lizenz bieten oft höhere Boni und schnellere Auszahlungen — aber du verzichtest auf den Schutz der deutschen Regulierung. Anbieter mit deutscher Lizenz sind langsamer, konservativer und werben weniger aggressiv — aber sie unterliegen strengen Auflagen, was Einzahlungslimits, Identitätsprüfung und Werbebeschränkungen angeht. Die Wahl liegt bei dir. Nur vergiss nicht: Ein hoher Bonus ist kein Geschenk, sondern ein Köder, der dich dazu bringen soll, mehr zu setzen, als du vorhattest.

Betway und bwin sind die beiden Anbieter in dieser Liste, die seit Jahren eine deutsche Lizenz besitzen und damit den strengen Auflagen der GLüStV unterliegen. Das bedeutet konkret: Maximale Einzahlung pro Monat (typischerweise 1.000 Euro), Pflicht zur Identitätsprüfung, keine Werbung für Live-Wetten während des Spiels und ein verpflichtendes Limit für den Verlust pro Monat, das du selbst setzen musst. Diese Regeln sind nervig. Sie sind aber auch der Grund, warum du bei diesen Anbietern nicht plötzlich 5.000 Euro in einer Nacht verlierst, ohne es zu bemerken.

Interwetten und Tipp24 sind die ältesten Anbieter in dieser Auswahl. Interwetten existiert seit 1990 und war einer der ersten Online-Buchmacher überhaupt — ein Faktum, das für Stabilität spricht, aber nicht unbedingt für Innovation. Tipp24 hingegen ist primär ein Lotterie-Anbieter und bietet Sportwetten nur als Ergänzung an. Wenn du also ausschließlich Super Bowl Wetten suchst, sind diese beiden nicht die erste Wahl. Wenn du aber nebenbei auch Keno oder Lotto spielen willst, sind sie durchaus einen Blick wert.

Super Bowl Wetten 2026: Die wichtigsten Kriterien für die Anbieterwahl

Die Wahl des richtigen Buchmachers für den Super Bowl ist keine Frage des Geschmacks. Es ist eine Frage der Zahlen. Die folgenden Kriterien bestimmen, ob du langfristig profitabel wettet oder ob du die Marge des Buchmachers finanzierst — und das sind zwei sehr verschiedene Dinge, auch wenn die Oberfläche ähnlich aussieht.

Wettmärkte und Kursqualität

Die Breite der angebotenen Wettmärkte ist das Erste, auf das ich achte. Ein Buchmacher, der nur Moneyline und Spread anbietet, ist für den Super Bowl unbrauchbar — du brauchst Totals, Team-Totals, Quarterback-Props und, wenn du willst, die ganzen Sonderwetten. Aber Breite allein reicht nicht. Die Kursqualität ist entscheidend, und die lässt sich nur durch Vergleich messen. Wenn du bei Anbieter A einen Kurs von 1,90 auf den Spread siehst und bei Anbieter B 1,95, ist der Unterschied auf den ersten Blick marginal. Bei 500 Euro Einsatz sind das aber 25 Euro, die du bei B mehr bekommst — und über eine Saison hinweg summiert sich das.

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Die Kursqualität lässt sich auch an der Marge messen, die der Buchmacher einbehält. Wie bereits berechnet: Bei Kursen von 1,85 und 1,95 beträgt die Marge etwa 5,1 Prozent. Bei einem Buchmacher, der 4,6 Prozent Marge fährt, sparst du auf 1.000 Euro Einsatz 5 Euro — pro Wette. Über eine komplette NFL-Saison mit 272 Spielen plus Playoffs und Super Bowl, sagen wir 300 Wetten, sind das 1.500 Euro, die du nicht an den Buchmacher abgibst. Die meisten Wettanfänger schauen auf den Bonus. Ich schaue auf die Marge. Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der versteht, wie das Geschäft funktioniert, und jemandem, der es finanziert.

Lizenz und Regulierung

In Deutschland gilt seit der Novelle des Glücksspielstaatsvertrags 2021 ein strenges Regulierungsregime. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder überwacht die Einhaltung der Vorgaben, und die Bundesländer können Sportwettenlizenzen vergeben. Anbieter mit deutscher Lizenz müssen sich an strenge Regeln halten: Maximale Einzahlung von 1.000 Euro pro Monat, verpflichtende Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung, ein selbst gesetztes monatliches Verlustlimit und Werbebeschränkungen, die unter anderem verbieten, Sportwetten während eines Live-Spiels zu bewerben. Diese Regeln sind der Grund, warum deutsche Anbieter konservativer wirken als internationale Konkurrenten.

Die Gegenfrage ist, ob diese Regulierung für dich persönlich ein Vorteil oder ein Nachteil ist. Für die meisten Deutschen ist sie ein Vorteil — sie schützt vor den schlimmsten Abzockereien, vor identitätslosen Offshore-Casinos und vor der einen Sache, die im Glücksspiel wirklich gefährlich ist: der eigenen Unfähigkeit, aufzuhören. Für erfahrene Wetter, die ihre Einsätze kontrollieren können und höhere Limits brauchen, ist die deutsche Regulierung ein Käfig mit Samtpfoten. Die Lösung ist nicht, die Regulierung zu umgehen, sondern zu verstehen, welche Anbieter welche Zielgruppe ansprechen — und ehrlich mit dir selbst zu sein, in welche Gruppe du gehörst.

Zahlungsmethoden und Auszahlungsgeschwindigkeit

Die Auszahlungsgeschwindigkeit ist das Kriterium, das die meisten Wetter erst dann bemerken, wenn es zu spät ist. Ein Buchmacher, der Einzahlungen sofort verarbeitet, aber Auszahlungen über Wochen verzögert, hat ein Geschäftsmodell, das auf deiner Nachlässigkeit basiert. Die typischen Zahlungsmethoden auf dem deutschen Markt sind Banküberweisung, Kreditkarte, E-Wallets wie PayPal, Skrill und Neteller, und — bei internationalen Anbietern — Kryptowährungen. Jede Methode hat ihre eigene Verarbeitungszeit, und der Unterschied zwischen der schnellsten und der langsamsten kann zehn Tage betragen.

Kryptowährungen sind hier die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Anbieter wie Rainbet verarbeiten Auszahlungen in Bitcoin, Ethereum oder USDT oft innerhalb von Stunden — manchmal innerhalb von Minuten. Der Haken: Du musst die Wallet-Adresse kennen, die Gebühren verstehen und bereit sein, mit Volatilität zu leben. Wenn du 200 Euro in Bitcoin abhebst und der Kurs zwischen Auszahlung und Verkauf um 8 Prozent fällt, hast du nicht 200 Euro, sondern 184. Die Geschwindigkeit ist real. Das Risiko auch.

Die folgende Übersicht zeigt, wie sich typische Bedingungen nach Kategorie und Anbieter-Typ unterscheiden — keine Garantie für einzelne Marken, sondern ein realistisches Bild dessen, was du auf dem Markt erwarten kannst. Die Werte basieren auf den üblichen Konditionen dieser Anbieter-Kategorien und können sich je nach Aktion ändern.

Kategorie Typischer Bonus Umsatzbedingung (typisch) Max. Auszahlung aus Bonus Typische Auszahlungsdauer Mindesteinzahlung
Willkommensbonus (Einzahlung) 100 % bis 200 % auf die erste Einzahlung 25×–40× Bonusbetrag 5×–10× Bonusbetrag 1–5 Werktage 10 €
Bonus ohne Einzahlung 5–25 € Startguthaben 40×–60× Bonusbetrag 50–100 € 1–7 Werktage 0 €
Freispiele 20–100 Freispiele 30×–50× Gewinn aus Freispielen 50–200 € 1–5 Werktage 10 €
Cashback-Angebot 5–20 % der Verluste Keine oder 1× Umsatz Kein Limit 1–3 Werktage 10 €
Krypto-Bonus 100 %–300 % auf Krypto-Einzahlung 30×–50× Bonusbetrag 10×–20× Bonusbetrag 1–24 Stunden 10 € (Krypto-Äquivalent)

Die Tabelle zeigt das Muster, das ich schon angesprochen habe: Je höher der Bonus, desto härter die Bedingungen. Ein 200-Prozent-Bonus klingt großzügig, aber wenn die Umsatzbedingung bei 40× liegt und die maximale Auszahlung auf das Zehnfache des Bonus begrenzt ist, hast du in der Praxis weniger Chancen als bei einem 50-Prozent-Bonus mit 25× Umsatz. Die Zahlen lügen nicht. Nur die Werbung.

Die Legitimität von Sportwetten in Deutschland

Sportwetten sind in Deutschland seit der Novelle des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vollständig legal — aber nur für Anbieter mit gültiger Lizenz. Das bedeutet: Wenn du bei einem Anbieter setzt, der keine deutsche Lizenz hat, spielst du in einer rechtlichen Grauzone. Für dich als Spieler ist das in der Praxis kaum sanktioniert — die Behörden gehen primär gegen die Anbieter vor, nicht gegen die Kunden. Aber es bedeutet auch, dass du keinen Schutz hast, wenn der Anbieter deine Auszahlung verweigert, deine Kontosperrung nicht begründet oder deine Daten nicht ordnungsgemäß schützt.

Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, die gemeinsam von allen Bundesländern getragen wird. Diese Behörde verantwortet die Überwachung der lizenzierten Anbieter, die Bearbeitung von Beschwerden und die Koordination mit den Landesbehörden. Die einzelnen Bundesländer — insbesondere Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen — können eigene Lizenzen vergeben und haben damit unterschiedliche Ansätze bei der Regulierung. Hessen beispielsweise hat eine der strengsten Regulierungen, während Schleswig-Holstein historisch liberaler war.

Ein Aspekt, der in den meisten Artikeln zu Sportwetten in Deutschland komplett fehlt: Die Steuerpflicht. Gewinne aus Sportwetten sind in Deutschland steuerfrei, solange sie bei einem lizenzierten Anbieter erzielt werden. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Ländern wie Österreich oder der Schweiz, wo Gewinne aus Glücksspiel teilweise besteuert werden. Aber die Steuerfreiheit gilt nur bei lizenzierten Anbietern — bei Anbietern ohne deutsche Lizenz kann das Finanzamt im Zweifelsfall eine Steuerpflicht begründen. Das ist kein Worst-Case-Szenario, das ich mir ausdenke. Das ist die Realität der deutschen Steuerpraxis.

Die wichtigsten Wettmärkte im Detail

Nachdem wir die Rahmenbedingungen geklärt haben, widmen wir uns dem Kern des Themas: den Wettmärkten selbst. Die folgenden Abschnitte gehen tiefer in die einzelnen Markttypen ein, als es die meisten Anleitungen tun — mit konkreten Zahlen, historischen Beispielen und der einen oder anderen unbequemen Wahrheit darüber, wie diese Märkte wirklich funktionieren.

Moneyline und Spread im Vergleich

Die Moneyline-Wette ist der Einstiegspunkt für die meisten Deutschen, die zum ersten Mal beim Super Bowl wetten. Die Logik ist simpel: Du wählst den Gewinner, der Kurs multipliziert mit deinem Einsatz ergibt deinen Gewinn. Das Problem ist die Marge. Beim Super Bowl liegt die typische Marge beim Moneyline bei 5 bis 7 Prozent, je nach Anbieter und Nachfrage. Bei einem Kurs von 1,80 auf den Favoriten und 2,05 auf den Außenseiter berechnet sich die Marge so: 55,56 Prozent + 48,78 Prozent = 104,34 Prozent. Die Marge beträgt also 4,34 Prozent. Klingt moderat — ist es auch. Aber addiere das über eine Saison, und du zahlst dem Buchmacher eine Marge, die höher ist als die, die du bei einem Indexfonds zahlst.

Der Spread ist der Markt, auf dem die Profis spielen. Das Handicap gleicht den Favoriten aus und schafft dadurch einen fairen Wettmarkt auf beiden Seiten. Die typische Marge beim Spread liegt bei 4 bis 5 Prozent — niedriger als beim Moneyline, weil die Nachfrage auf beiden Seiten ausgeglichener ist. Der Unterschied klingt marginal, aber er ist es nicht. Bei 1.000 Euro Einsatz pro Wette und 300 Wetten pro Saison sind 1 Prozent Marge-Differenz 3.000 Euro, die du beim Spread-Markt sparst. Das ist kein theoretisches Argument. Das ist die Art von Rechnung, die den Unterschied zwischen einem Wetter, der langfristig verliert, und einem, der langfristig break-even spielt, ausmacht.

Die historische Performance der Super-Bowl-Spreads zeigt ein bemerkenswertes Muster: Der Favorit hat in den letzten 20 Super Bowls etwa 60 Prozent der Spreads gedeckt. Das klingt nach einem Vorteil für den Favoriten — ist es aber nicht, weil die Kurse das bereits einpreisen. Die implizite Wahrscheinlichkeit eines Favoriten-Spreads von -3,5 liegt typischerweise bei 52 bis 54 Prozent, was bedeutet, dass der Buchmacher eine Marge von etwa 4 Prozent auf dieser Seite einbehält. Dein Vorteil entsteht erst dann, wenn du eine Wahrscheinlichkeit schätzen kannst, die von der impliziten abweicht — und das kannst du nur, wenn du die Teams besser kennst als der Durchschnittswetter.

Totals und Team-Totals

Totals-Wetten — Über/Unter auf die Gesamtpunktzahl — sind der Markt, auf dem die meisten Deutschen zum ersten Mal eine Wette platzieren, die über den reinen Gewinner hinausgeht. Die Linie liegt beim Super Bowl typischerweise zwischen 48,5 und 54,5 Punkten, abhängig von den beteiligten Teams, dem Wetter und dem geografischen Standort des Spiels. Die Marge auf Totals liegt bei 4,5 bis 5,5 Prozent — vergleichbar mit dem Spread und deutlich niedriger als beim Moneyline.

Was die meisten nicht wissen: Die Totals-Linien beim Super Bowl sind historisch gesehen extrem knapp. In den letzten 20 Super Bowls lag der tatsächliche Endstand im Schnitt innerhalb von 2,8 Punkten der Linie. Das bedeutet: Die Buchmacher haben die Totals-Linien so gut kalibriert, dass ein Zufallstreffer auf der falschen Seite fast garantiert ist, wenn du auf Punktgenauigkeit setzt. Die Lösung ist nicht, die Linie zu treffen, sondern die Seiten zu wählen, auf denen du einen informierten Vorteil hast — und das erfordert mehr Arbeit, als die meisten bereit sind zu investieren.

Team-Totals sind eine Unterkategorie der Totals-Wetten, bei der du nur die Punktzahl eines einzelnen Teams setzt. Die Linie liegt typischerweise bei 24,5 bis 27,5 Punkten für das favorisierte Team und bei 21,5 bis 24,5 für den Außenseiter. Die Marge auf Team-Totals liegt oft etwas höher als auf den Gesamt-Totals — typischerweise 5,5 bis 6,5 Prozent — weil die Nachfrage auf diesen Märkten geringer ist und der Buchmacher mehr Risiko trägt. Team-Totals sind ein guter Markt für Wetter, die sich auf die Offensive eines einzelnen Teams spezialisiert haben und eine klare Meinung zur Spielweise des Quarterbacks haben.

Sonderwetten und Props

Sonderwetten — auch Props genannt — sind das Kaffeekränzchen der Buchmacher. Wer zuerst punktet, wie lang der längste Pass ist, ob der Quarterback einen Touchdown wirft, wie viele Male der Trainer die Hände in die Hüften steckt: Die Auswahl ist riesig, die Kurse sind niedrig und die Marge liegt zwischen 15 und 25 Prozent. Für jeden 100 Euro, die auf Sonderwetten gesetzt werden, behält der Buchmacher 15 bis 25 Euro ein — ohne sich groß anstrengen zu müssen.

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Die Logik hinter Props ist simpel: Sie sind Entertainment. Sie sind dafür da, das Wettererlebnis spannender zu machen, nicht dafür, dir einen Vorteil zu verschaffen. Die Informationen, die du für eine fundierte Props-Wette bräuchtest — die genaue Spielweise der Offensive, die Coverage-Schemata der Defense, die Wetterprognose für das Spielfeld — sind für den Durchschnittswetter nicht zugänglich. Und selbst wenn du sie hättest, wäre die Marge so hoch, dass du einen erheblichen Vorteil bräuchtest, um langfristig profitabel zu sein. Props sind ein Luxus. Behandle sie auch so.

Eine Ausnahme sind die sogenannten Cross-Sport-Props, bei denen Ergebnisse aus anderen Sportarten mit dem Super Bowl verknüpft werden — etwa, ob ein NBA-Spieler an diesem Tag mehr Punkte erzielt als der Quarterback im Super Bowl. Diese Props haben eine noch höhere Marge als klassische Sonderwetten, oft 20 bis 30 Prozent, und sie sind fast ausschließlich darauf ausgelegt, dich dazu zu bringen, mehr zu setzen, als du vorhattest. Die Buchmacher wissen genau, dass du dich für diese Wette begeistern wirst — und genau deshalb bieten sie sie an.

Die NFL-Teams und ihre Chancen beim Super Bowl 2026

Ohne die konkreten Teams zu kennen, die im Super Bowl 2026 aufeinandertreffen, kann ich dir keine Prognose geben — und ich werde auch keine erfinden. Was ich dir aber geben kann, ist ein Rahmen, mit dem du die Chancen der Teams selbst einschätzen kannst, sobald die Finalisten feststehen. Die folgenden Kriterien sind die, die ich seit Jahren verwende, und sie haben sich als zuverlässiger erwiesen als die meisten „Experten“-Prognosen, die du in den Medien findest.

Das wichtigste Kriterium ist die Quarterback-Qualität. Der Quarterback ist der einzige Spieler im American Football, der das Spiel in jeder Phase beeinflusst — Würfe, Audibles, Tempo, Clock Management. Ein Elite-Quarterback kann eine durchschnittliche Defense kompensieren; eine Elite-Defense kann einen durchschnittlichen Quarterback nicht kompensieren. Das ist keine Meinung, das ist die beobachtbare Realität der NFL seit der Einführung der Salary Cap-Ära.

Die Passer Rating-Statistik ist ein guter Ausgangspunkt, aber sie ist unvollständig. Ein Quarterback mit einem Passer Rating von 100 kann in einem System spielen, das ihm kurze Pässe erlaubt und das Risiko minimiert — während ein Quarterback mit einem Rating von 90 in einem System spielt, das tiefe Würfe erzwingt und dadurch mehr Turnover riskiert. Die EPA (Expected Points Added) pro Dropback ist die aussagekräftigere Metrik, weil sie den Kontext des Wurfs berücksichtigt: Ein 15-Yard-Pass auf 3rd & 14 ist weniger wertvoll als ein 8-Yard-Pass auf 3rd & 5, auch wenn beide als „erfolgreich“ gelten. Diese Metrik ist in den letzten Jahren zum Standard in der NFL-Analytik geworden — und sie ist die, die ich für meine eigenen Einschätzungen verwende.

Die Defensive ist das zweite Kriterium, und sie wird beim Super Bowl systematisch unterschätzt. Die meisten Wetter schauen auf die Offensiv-Statistiken — Punkte pro Spiel, Yards pro Versuch, Passer Rating — und ignorieren die Defense, weil sie weniger spektakulär ist. Das ist ein Fehler. Die Super-Bowl-Gewinner der letzten fünf Jahre haben im Schnitt eine Top-10-Defense gehabt, gemessen an den zugelassenen Yards pro Versuch. Die Ausnahme war die Saison 2018, als die Patriots mit einer mittelmäßigen Defense gewannen — aber selbst da war die Defense in den Playoffs deutlich besser als in der Regular Season.

Das dritte Kriterium ist die Special Teams, und es ist das, was die meisten Wetter komplett ignorieren. Die Special Teams entscheiden beim Super Bowl oft über den Ausgang: Ein verpasster Field Goal, ein Turnover beim Kickoff, ein Punt Return-Touchdown — das sind die Plays, die den Unterschied machen, wenn die Offensiven und Defenses ausgeglichen sind. Die EPA-Werte der Special Teams sind schwer zu vergleichen, weil sie stark vom Spielfeld und den Wetterbedingungen abhängen. Aber ein Team mit einer starken Special-Teams-Einheit hat einen inhärenten Vorteil, der in den meisten Wettmodellen nicht berücksichtigt wird.

Wie du deine eigene Wettstrategie entwickelst

Die meisten Wetter haben keine Strategie. Sie haben eine Intuition — und die Intuition ist beim Super Bowl fast immer falsch, weil sie von Emotionen geleitet wird: Sympathie für ein Team, Erinnerung an ein vergangenes Spiel, der Wunsch, mit Freunden gemeinsam zu feiern. Eine Wettstrategie ist das Gegenteil davon: ein System, das du vor dem Spiel festlegst und das du unabhängig davon einhältst, wie du dich fühlst, während das Spiel läuft.

Die einfachste und gleichzeitig effektivste Strategie ist die Value-Betting-Methode. Du schätzt für jeden Wettmarkt deine eigene Wahrscheinlichkeit, vergleichst sie mit der impliziten Wahrscheinlichkeit des Kurses und setzt nur dann, wenn deine Schätzung deutlich von der impliziten abweicht. Die Schwelle, ab der du setzt, sollte bei mindestens 3 Prozentpunkten liegen — bei einer niedrigeren Schwelle wirst du zu oft von Rauschen getäuscht. Diese Methode erfordert Disziplin und Geduld, aber sie ist die einzige, die langfristig funktioniert.

Das Kelly-Kriterium ist die mathematisch fundierteste Methode zur Bestimmung der Einsatzgröße. Die Formel lautet: f = (bp – q) / b, wobei f der Anteil deines Kapitals ist, den du setzen solltest, b der Kurs minus 1, p deine geschätzte Wahrscheinlichkeit und q die Gegenwahrscheinlichkeit (1 – p). Bei einem Kurs von 2,00 (b = 1), einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent (p = 0,55) und einer Gegenwahrscheinlichkeit von 45 Prozent (q = 0,45) ergibt das: f = (0,55 – 0,45) / 1 = 0,10. Du solltest also 10 Prozent deines Kapitals setzen. In der Praxis wird oft die halbe Kelly-Formel verwendet, weil die volle Kelly zu aggressiv ist, wenn deine Wahrscheinlichkeitsschätzung ungenau ist.

Die wichtigste Regel, die ich jedem Wetter mitgebe, lautet: Setze nie mehr, als du bereit bist zu verlieren — und setze nie unter dem Einfluss von Emotionen. Das klingt banal. Es ist aber die Regel, die die meisten Menschen brechen, und genau deshalb verlieren die meisten Menschen. Der Super Bowl ist ein Event, das Emotionen auslöst — die Halftime Show, die Werbung, das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Diese Emotionen sind der Grund, warum die Buchmacher den Super Bowl lieben. Und der Grund, warum du vorsichtig sein solltest.

Die Rolle der Werbung und des Sponsorings beim Super Bowl

Die Super-Bowl-Werbung ist ein eigenständiges Phänomen, das mit Sportwetten nur am Rande zu tun hat — und genau deshalb ist es so relevant. Die Werbespots kosten Millionen, und die Unternehmen, die sie kaufen, sind keine Glücksspielanbieter (in den USA ist die Werbung für Sportwetten inzwischen erlaubt, aber die Super-Bowl-Werbung dominiert weiterhin die Unterhaltungs- und Technologiebranche). Was die Werbung aber mit Wetten zu tun hat: Sie beeinflusst die öffentliche Wahrnehmung der beteiligten Teams und damit die Nachfrage nach bestimmten Wetten.

Wenn ein Team in den Wochen vor dem Super Bowl in der Werbung präsent ist — etwa durch einen prominenten Sponsor, der den Quarterback in einem Spot zeigt —, erhöht sich die öffentliche Aufmerksamkeit für dieses Team. Das führt zu mehr Wetten auf dieses Team, was den Kurs drückt und den impliziten Vorteil des Außenseiters erhöht. Das ist kein Verschwörungstheorie. Das ist die beobachtbare Dynamik der Wettmärkte, die ich seit Jahren verfolge. Die Werbung beeinflusst die Nachfrage, die Nachfrage beeinflusst die Kurse, und die Kurse beeinflussen deinen Vorteil.

Die Halftime Show ist ein weiterer Faktor, der die Wettmärkte beeinflusst — und zwar auf eine Weise, die die meisten Wetter nicht erwarten. Die Halftime Show ist das Event, das die meisten Zuschauer beim Super Bowl wirklich interessiert, und sie hat eine direkte Auswirkung auf die Wettmärkte: In den Minuten vor der Halftime Show setzen viele Zuschauer auf den Ausgang des ersten Halbzeitspiels, um den Übergang zur Show zu überbrücken. Das führt zu einem kurzfristigen Anstieg der Nachfrage auf bestimmten Märkten — und zu einer kurzfristigen Verzerrung der Kurse. Wer in diesen Minuten setzt, zahlt im Grunde eine Gebühr für das Vergnügen, während der Show zu wetten.

Die Werbeindustrie hat den Super Bowl zu einem eigenständigen Event gemacht, das mit dem Sport selbst nur noch am Rande zu tun hat. Die Tickets kosten zwischen 5.000 und 25.000 Euro, die Werbespots zwischen 5 und 7 Millionen Dollar für 30 Sekunden, und die Halftime Show ist ein eigenständiges Produkt, das Millionen kostet. Für die Wettmärkte ist das relevant, weil es bedeutet: Der Super Bowl ist kein normales NFL-Spiel. Er ist ein Event mit eigener Dynamik, eigenen Incentives und eigenen Verzerrungen — und wer das nicht berücksichtigt, setzt gegen den Strom.

Verantwortungsvolles Wetten: Die unbequeme Wahrheit

Die meisten Artikel zu Sportwetten enden mit einem Absatz über verantwortungsvolles Spielen, der so generisch ist, dass er niemandem schadet und niemandem hilft. Ich werde es anders machen. Ich werde dir die Zahlen geben, die die meisten Anbieter nicht zeigen wollen, und die Mechanismen erklären, die dich dazu bringen, mehr zu setzen, als du vorhattest — unabhängig davon, wie diszipliniert du bist.

Die Grundregel des Wettens lautet: Der Buchmacher gewinnt langfristig immer. Das ist keine Pessimismus-Floskel, das ist die mathematische Realität des Geschäftsmodells. Die Marge — typischerweise 4,5 bis 6 Prozent auf den Hauptmärkten und 15 bis 25 Prozent auf Sonderwetten — bedeutet, dass für jeden 100 Euro, die gesetzt werden, der Buchmacher zwischen 4,50 und 25 Euro einbehält, unabhängig vom Ausgang. Über eine Saison mit 300 Wetten à 100 Euro sind das 1.350 bis 7.500 Euro, die du im Schnitt an den Buchmacher abgibst — bevor du überhaupt einen einzigen Gewinn erzielst.

Die psychologischen Mechanismen, die dich dazu bringen, mehr zu setzen, als du vorhattest, sind gut dokumentiert. Das sogenannte Verlustaversion-Prinzip besagt, dass der Schmerz eines Verlustes etwa doppelt so stark wahrgenommen wird wie die Freude über einen gleichwertigen Gewinn. Das bedeutet: Nach einer verlorenen Wette wirst du dazu neigen, eine größere Wette zu platzieren, um den Verlust auszugleichen — und genau das ist die Logik, die die Buchmacher ausnutzen. Das sogenannte Gambler’s Fallacy — die falsche Annahme, dass ein zufälliges Ereignis wahrscheinlicher wird, wenn es lange nicht eingetreten ist — führt dazu, dass du auf den „fälligen“ Außenseiter setzt, obwohl die Wahrscheinlichkeit unverändert ist.

Die Einzahlungslimits, die die deutschen Regulierungsbehörden vorschreiben — typischerweise 1.000 Euro pro Monat bei lizenzierten Anbietern — sind ein Schutzmechanismus, der funktioniert. Sie verhindern nicht, dass du verlierst, aber sie verhindern, dass du mehr verlierst, als du dir leisten kannst. Die verpflichtende Identitätsprüfung, die vor der ersten Auszahlung durchgeführt wird, schützt vor Identitätsdiebstahl und vor der einen Sache, die im Glücksspiel wirklich gefährlich ist: der Anonymität. Wer anonym spielt, spielt ohne Kontrolle — und ohne Kontrolle gibt es keine Grenze.

Wenn du das Gefühl hast, dass du die Kontrolle über dein Wettverhalten verlierst, gibt es Hilfe. Die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-S) bietet Beratung an, und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betreibt eine kostenfreie Hotline für Menschen mit Glücksspielproblemen. Diese Angebote sind keine Schwäche — sie sind das Gegenteil. Sie sind die einzige Methode, die nachweislich funktioniert, wenn die eigenen Disziplin-Mechanismen versagen. Und die versagen irgendwann bei jedem.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Super Bowl Wetten 2026

Wann findet der Super Bowl 2026 statt?

Der Super Bowl LX (60) findet am Sonntag, dem 8. Februar 2026, im Caesars Superdome in New Orleans, Louisiana, statt. Das Spiel beginnt um 00:30 Uhr MEZ (deutsche Zeit), was bedeutet, dass die meisten Deutschen am Montagmorgen aufstehen müssen, um den Ausgang zu sehen — oder die Halftime Show am späten Abend des Sonntags anschauen und dann ins Bett gehen. Die genaue Anstoßzeit kann sich um einige Minuten verschieben, abhängig von dem Vorprogramm und den Übertragungsrechten.

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Wo kann ich legal beim Super Bowl 2026 wetten?

In Deutschland kannst du bei Anbietern mit gültiger Sportwettenlizenz wetten. Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GLüStV), und die Lizenzen werden von den einzelnen Bundesländern vergeben. Anbieter wie Betway, bwin und Interwetten besitzen eine deutsche Lizenz und unterliegen damit den strengen Auflagen der Regulierung: Maximale Einzahlung von 1.000 Euro pro Monat, verpflichtende Identitätsprüfung und ein selbst gesetztes Verlustlimit.

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Was ist der Unterschied zwischen Moneyline und Spread?

Die Moneyline-Wette ist die simpelste Form der Sportwette: Du wählst den Gewinner, ohne Handicap. Der Spread (Handicap) gleicht den Favoriten aus, indem er ihm Punkte abzieht oder hinzufügt — etwa -3,5 Punkte für den Favoriten. Beim Spread musst das favorisierte Team mit vier oder mehr Punkten gewinnen, damit deine Wette zahlt. Die Marge des Buchmachers ist beim Spread typischerweise niedriger (4–5 Prozent) als beim Moneyline (5–7 Prozent), weil die Nachfrage auf beiden Seiten ausgeglichener ist.

Lohnen sich Super-Bowl-Sonderwetten überhaupt?

Nein — zumindest nicht aus einer rein mathematischen Perspektive. Die Marge auf Sonderwetten liegt zwischen 15 und 25 Prozent, was bedeutet, dass du für jeden 100 Euro Einsatz zwischen 15 und 25 Euro an den Buchmacher abgibst, bevor du einen einzigen Gewinn erzielst. Sonderwetten sind Entertainment, keine Investment-Strategie. Wenn du sie setzt, solltest du das Budget dafür im Voraus festlegen und es nicht überschreiten — auch wenn der Kurs „gut aussieht“.

Wie berechne ich die implizite Wahrscheinlichkeit eines Kurses?

Die implizite Wahrscheinlichkeit berechnest du, indem du 1 durch den Kurs teilst und mit 100 multiplizierst. Ein Kurs von 1,80 ergibt also 1 / 1,80 = 0,556, also 55,6 Prozent. Ein Kurs von 2,50 ergibt 1 / 2,50 = 0,40, also 40 Prozent. Um die Marge des Buchmachers zu berechnen, addierst du die impliziten Wahrscheinlichkeiten beider Seiten eines Zweier-Markts und ziehst 100 Prozent ab. Bei Kursen von 1,85 und 195 ergibt das: 54,05 + 51,28 = 105,33 Prozent, also eine Marge von 5,33 Prozent.

Sind Gewinne aus Sportwetten in Deutschland steuerfrei?

Gewinne aus Sportwetten sind in Deutschland steuerfrei, solange sie bei einem Anbieter mit gültiger deutscher Lizenz erzielt werden. Das ist ein Vorteil gegenüber Ländern wie Österreich oder der Schweiz, wo Glücksspielgewinne teilweise besteuert werden. Bei Anbietern ohne deutsche Lizenz kann das Finanzamt im Zweifelsfall eine Steuerpflicht begründen — das ist kein Worst-Case-Szenario, sondern die Realität der deutschen Steuerpraxis. Die genaue Rechtslage hängt vom Einzelfall ab, und im Zweifel solltest du einen Steuerberater konsultieren.

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Wie viel sollte ich beim Super Bowl setzen?

Die Faustregel lautet: Setze nie mehr, als du bereit bist zu verlieren — und setze nie mehr als 1 bis 2 Prozent deines verfügbaren Wettkapitals pro Wette. Bei einem Kapital von 1.000 Euro sind das also 10 bis 20 Euro pro Wette. Die Kelly-Formel kann dir bei der Berechnung der optimalen Einsatzgröße helfen, aber sie setzt voraus, dass du deine Wahrscheinlichkeitsschätzung ehrlich und realistisch einschätzt —was die meisten Menschen nicht können. Wenn du dir unsicher bist, setze weniger — oder setze gar nicht. Der Super Bowl findet einmal im Jahr statt. Dein Kapital nicht.

Was passiert, wenn mein Buchmacher die Auszahlung verzögert?

Bei Anbietern mit deutscher Lizenz unterliegst du dem Schutz der Regulierung: Die Behörde kann bei Beschwerden vermitteln, und die Anbieter sind verpflichtet, Auszahlungen innerhalb eines angemessenen Zeitraums zu bearbeiten — typischerweise 1 bis 5 Werktage, abhängig von der Zahlungsmethode. Bei Anbietern ohne deutsche Lizenz hast du diesen Schutz nicht. Deine einzige Möglichkeit ist dann die direkte Beschwerde beim Anbieter und, im schlimmsten Fall, eine Eskalation über die Aufsichtsbehörde des Landes, in dem der Anbieter registriert ist. Die Erfahrung zeigt: Ohne Lizenz bist du weitgehend auf dich allein gestellt.

Und weil der Super Bowl ja nicht nur aus Wettmärkten besteht, sei noch eine Sache angemerkt, die mich jedes Jahr aufs Neue stört: Die Anstoßzeit. 00:30 Uhr MEZ. Für einen Sport, der sich rühmt, das größte Event des Jahres zu sein, ist das eine bemerkenswert rücksichtslose Entscheidung gegenüber den Millionen Zuschauern auf der anderen Seite des Atlantiks. Aber was soll’s — die Werbeindustrie hat ihre Prioritäten längst gesetzt, und die deutsche Übertragung ist ohnehin nur ein Nebenprodukt des US-amerikanischen Verkaufsspektakels. Also setz deinen Wecker, trink deinen Kaffee, und vergiss nicht: Der Buchmacher hat bereits gewonnen, bevor das erste Passspiel überhaupt geworfen wurde.

Und weil der Super Bowl ja nicht nur aus Wettmärkten besteht, sei noch eine Sache angemerkt, die mich jedes Jahr aufs Neue stört: Die Anstoßzeit. 00:30 Uhr MEZ. Für einen Sport, der sich rühmt, das größte Event des Jahres zu sein, ist das eine bemerkenswert rücksichtslose Entscheidung gegenüber den Millionen Zuschauern auf der anderen Seite des Atlantiks. Aber was soll’s — die Werbeindustrie hat ihre Prioritäten längst gesetzt, und die deutsche Übertragung ist ohnehin nur ein Nebenprodukt des US-amerikanischen Verkaufsspektakels. Also setz deinen Wecker, trink deinen Kaffee, und vergiss nicht: Der Buchmacher hat bereits gewonnen, bevor das erste Passspiel überhaupt geworfen wurde.

Und noch ein Detail, das mich jedes Jahr nervt: Die Übertragung beginnt um 23:00 Uhr MEZ mit der sogenannten Pre-Game-Show, die aus vier Stunden bestehen soll. Vier Stunden. Davon sind etwa 45 Minuten tatsächlich relevant — der Rest ist Werbung, Experten-Blabla und die unvermeidliche Darstellung der Stadionkulisse aus der Vogelperspektive. Aber die Buchmacher lieben diese Vorlaufzeit, denn sie gibt den Wettermärkten Zeit, sich zu bewegen, und den Zuschauern Zeit, ihre ersten — fast immer schlechten — Wetten zu platzieren, bevor das Spiel überhaupt beginnt. Die Kurse für den Anfang der dritten Viertel sind in diesen vier Stunden dreimal so volatil wie in den letzten 30 Minuten vor dem Anpfiff. Wer das nicht weiß, setzt in die falsche Richtung — und bezahlt dafür mit dem Wecker am Montagmorgen.

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